Olympische Spiele im Pfadfinderlager
Mittwoch, den 22. September 2010 um 10:18 Uhr
WETTRINGEN Etwa 50 junge Wettringer schwangen sich am Freitag auf den Fahrradsattel und radelten zum Burgsteinfurter Freibad. Nicht zum Schwimmen – sondern zum großen Bezirkslager der Pfadfinder. Hier trafen die Wölflinge, Pfadis, Juffis und Rover auf fast 350 weitere Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Unter dem Motto „Scout Olympics“ sollte dort nämlich drei Tage lang das Pfadfinderleben voll ausgekostet werden. Gerade angekommen, verwandelten sich die Wettringer in „Sportler“ (Kinder) und „Trainer“ (Leiter). Denn von nun an repräsentierten sie unser Nachbarland – die Niederlande.
Jedem Stamm wurde nämlich im Voraus eine eigene Nation zugewiesen, zu der sie sich bei der Entzündung des Olympischen Feuers zunächst vorstellen sollten und am nächsten Tag natürlich die lagertypischen Workshops vorbereiteten.

Staffellauf, Dreisprung oder Kanu fahren
So stellten die Wettringer Pfadfinder, in Anlehnung an Mickie Krauses Lied, die Aktion „Orange trägt nur die Müllabfuhr“ vor: Ein Mülltonnenrennen unter der Leitung von Alexander Rösler. Andere Programmpunkte waren beispielsweise die Gladiatorenkämpfe, das Schäfchenrasieren, Traumfänger basteln oder Pyramidenbauen.
Was am Nachmittag nicht fehlen durfte, waren natürlich die wahren Scout Olympics, bei der die Sportler zum Staffellauf, Dreisprung oder Kanu fahren antraten.
Gute Planung ist Voraussetzung für ein gelungenes Lager
Doch so eine Aktion mit fast 400 Teilnehmern muss gründlich geplant sein: „In den letzten zwei Wochen haben wir jeden Tag fast fünf Stunden die Einzelheiten geplant“, erklärt Dirk Wiening, Hauptorganisator. „Insgesamt sind wir fast 16 Monate in der Planung. Wir haben sogar einen maßstabsgetreuen Plan des Platzes gemacht“.
Viel Arbeit, so ein Pfadfinderlager im Großformat. Eigentlich lief es aber genau so ab wie im Sommerlager. Nur, dass die Zeit noch viel schneller verging und natürlich viele neue Freundschaften geknüpft werden durften.
von Anne Münning
