Engagierte Leiter erhalten das Woodbadge

WETTRINGEN Eine Besonderheit gab es auch für den Wettringer Stamm im Bezirkslager am vergangenen Wochenende. Zum ersten Mal bekamen zwei Wettringer Pfadfinder ihr „Woodbadge“ verliehen – zwei kleine Klötzchen an einer Lederhalskette. Mariana Kappenberg und Johannes Ewering haben die erweiterte Pfadfinderausbildung damit als erste Wettringer erfolgreich abgeschlossen.

 

 

Innerhalb der letzten Jahre besuchten sie zahlreiche Kurse und erstellten im letzten Jahr sogar eine Broschüre zum Thema „Anders sein“. Zuvor mussten sie diese Erfahrungen selbst machen und hinterher reflektieren. So gab es in dem Kurs verschiedene Teilnehmer aus der Region, die einen Tag als beispielsweise Homosexueller, Behinderter oder Ausländer leben sollten. „Ich musste ein paar Stunden komplett blind mit Stock und Blindenabzeichen durch die Stadt laufen“, erklärt Mariana. „Das war auf jeden Fall das Heftigste, was ich je in meinem Leben gemacht habe“, sagt die 20-Jährige im Nachhinein. Ihr Stammeskollege Johannes hingegen musste einen Teilnehmer beobachten und Passanten zu ihrem Umgang mit den „anderen“ Menschen befragen. „Mein Partner hat einen geistig Behinderten gespielt“, erzählt er.
„Ich bin total stolz auf euch zwei“, sagte Franziska Becker hinterher bei der Verleihung.

Die Burgsteinfurterin meint, es sei nicht selbstverständlich, sich so für die Pfadfinderbewegung zu engagieren. Sie sei sich sehr sicher, dass diese gesammelten Erfahrungen sich positiv auf die Gruppenstunden und das Wettringer Pfadfinderleben auswirken würden.

 

von Anne Münning