Märchen, Mut und viele viele Kalorien

Hinter den Wettringer Pfadfindern liegen bereits zahlreiche spannende Märchenabenteuer der vergangenen Tage. "Pfadfinder, Märchen und andere Helden" ist nicht nur das diesjährige Lagermotto, sondern beschreibt auch ziemlich genau die märchen- und heldenhafte Stimmung vor Ort. Voll bepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen, ging es am Donnerstag los zur 2-Tages-Tour. Wie es sich passend zum Tagesmotto gehört, sind die gestiefelten Kater aufgebrochen, um die naheliegenden Ortschaften aufzusuchen.

 

Dieses Mal allerdings war jede Gruppe in Begleitung eines knallbunten Gummistiefels mit der Aufgabe, dem Stiefel das Laufen beizubringen. Heute können diese nicht nur laufen, sondern haben mit den Kids viel erlebt, wie die Fotos zeigen. Einer von ihnen hat sogar, herausgeputzt von einem ortsansässigen Tätowierer, seine Traumschlappe unter Anleitung der Pastoralreferentin in der St. Antonius-Kirche in Papenburg geheiratet. Auch Ferdinand von Roth hat einiges erlebt: "Wir haben unseren Stiefel mit Eistee und Wasser auf Ferdinand getauft. Das Coolste war dabei, dass Ferdinand uns morgens geholfen hat, unsere Leiter wachzukloppen. Die wollten nämlich nicht aufstehen.", so die zehnjährige Joke Kolaßa.
Mit der "Mission im Zwergenwald" und den Märchenstars "Hänsel & Gretel" sind die nun wieder erholten Pfadis in den Samstagmorgen gestartet. Um im Märchenwald für alle Herausforderungen gewappnet zu sein, musste erst einmal für den Ernstfall geprobt werden: "Betten schütteln mit Frau Holle", "Gute-Nacht-Geschichten mit Dornröschen" und "Ungeziefer jagen mit dem tapferen Schneiderlein" lauteten nur einige der Workshops. Nachmittags ist Pfarrer Backhaus wie jedes Jahr zu Besuch gekommen. Unter dem wolkenlosen Himmel konnte eine schöne Lagermesse gefeiert werden. Spätabends trat dann der Ernstfall schneller ein als erwartet: Bei der Nachtwanderung mussten die Pfadis im Dunkeln durch den angrenzenden Wald wandern und dabei viel Mut beweisen. Damit die geschwächten Nerven wieder gestärkt wurden, gab es im Anschluss mitten in der Nacht gespiegelte Grilleier - Spiegeleier aus der Pfanne direkt vom Lagerfeuer.
Am verrückten Sonntag im Schlaraffenland standen alle Zeichen auf Tiefenentspannung. Für Frühaufsteher, Langschläfer und sonstige Nachtigallen bot das Küchenteam
am Morgen ein Frühstücksbuffett mit Freiverzehr ohne Grenzen. Hier hat sich auch wohl ein alter Bekannter, Karl Lorien (ugs. auch Kalorien genannt) in das Lager eingeschlichen. Schlagartig sah man seinen Besuch abends in der Show "Kochen mit Calli - Sahne, Fett und Herrencreme", die von fünf überdurchschnittlich fetten Leitern moderiert wurde. Anscheinend hat das Frühstück und das Sonntagsabendessen einigen immer noch nicht ausgereicht. Das wäre zumindest eine Erklärung dafür, dass die Kindermeute sich wie die Schlaraffen auf fettige Burger - die die Fett-Fighters im Handgepäck hatten -  stürzten. In mitten der überaus korpulenten Leiter, Benni, Jojo, Gerriet, Markus und Piwi, lösten die Kids unlösbare Aufgaben wie z.B. das Essen fritierter Hanutas und zeigten dabei sogar ihre Kochkünste. Ziel der Show war eindeutig "Hauptsache alles wird frittiert", was den Pfadies sichtlich noch bis heute nachschleicht.
Es bleibt zu hoffen, dass bis zur Ankuft am Freitag die Fettpolster wieder abgespeckt werden. Eins ist jedenfalls klar: Alle Kinder haben bis jetzt viel Spaß in Lorup gehabt, nahezu alle Sachen mit Poolwasser durchnässt und sind bereit für weitere Märchenabenteuer...

von Kathrin Teupe, André Husken