2000 - Im Klo ertrunken, vom Dach gefallen, von Aliens entführt


... – das waren die Schreckensnachrichten der letzten Tage. Ein unvorstellbar kreativer Mörder trieb auf dem Lagerplatz der Wettringer Pfadfinder sein Unwesen.
Was für ein Mörder und warum? Die kleinen Nachwuchsdetektive waren auf sich alleine gestellt. Weder Leiter, noch die „alten Lagerhasen“ waren vor den Angriffen des Mörders sicher – aber so ist das nun mal beim „Mörderspiel“.




Parallel zu diesem Spiel lief der gewohnte Tagesablauf. Unter dem Motto „Komm mit uns ins Abenteuerland“ hatten sich die Leiter und Lagerchef Big Boss Daniel Döring so einiges einfallen lassen, um ihren Gruppenkindern ein unvergessliches Lager zu bescheren. Nachdem am Montagabend endlich die Schlafzelte aufgestellt, die Luftmatratzen aufgeblasen und die Schlafsäcke ausgerollt waren konnte man zum gemütlichen Teil des Abends übergehen. Die ca. 100 Lagerteilnehmer quetschten sich zur traditionellen Kennlernrunde, eng und gemütlich, ums Lagerfeuer herum. Mit Namensbuttons auf den Pullis wurde im Schein des Lagerfeuers noch gemütlich gesungen.

Zwar nicht ausgeschlafen aber mit einer Bombenlaune startete man in den Robinson Tag. Den Tag auf der einsamen Insel verbrachten die Pfadies damit, sich gemeinsam Musikinstrumente und eine Lagerhängematte zu basteln. Das duale System der Insel wurde mobilisiert und der Zeltplatz mit selbstgebautem Sonnendach, Swimmingpool und Rutschbahn zum Freibad umfunktioniert. Eine ausgiebige Spontanwasserschlacht rundete das Lagerfeeling ab.

Bei der Abendshow „Tut er’s oder tut er’s nicht“ wurde der Mut von Kindern und Leitern auf die Probe gestellt. Dinge wie ein selbstgemixter Drink aus Paprikapulver, Sahne, O-Saft und Co mussten die Kandidaten über sich ergehen lassen, ansonsten würde sie der Vollstrecker gerecht bestrafen.

Mit Indianergebrüll und Cowboygejohle wurde der Dienstagmorgen eingeleitet. Winnetou und Lucky Luke galoppierten bereits über den Lagerplatz. Die Rothäute unter den Pfadies bastelten Federschmuck und Pfeil und Bogen. Währenddessen stellten die Cowboys ihre Hüte und Steckenpferde her. So vorbereitet ging es am Nachmittag in die nahegelegene „Wildnis“ zum Räuber und Gerdarm- bzw. Cowboy und Indianer-Spiel. Erschöpft kam man wieder zurück zum Zeltplatz, wo das Küchenteam – bestehend aus Marion Sanders, Antonia und Torben Gust – bereits mit einem leckeren Abendessen auf sie wartete.
So gestärkt konnte die „Wild-West-Show“ – eine Kombination aus der Musikshow „Hast du Töne?“ und Karaoke – beginnen. Bis tief in die Nacht feierte man mit den Salon-Damen Steffi, Christina und Anne...

 

Esterwegen, Erikasee  |  2000