2005 - Zwischen Grashalm und Fluss

Wettringen/Wiltz – Beginnend mit dem Reisesegen für das Sommerlager der Pfadfinder Wettringen sang Pastor Christoph Backhaus, wie für Pfadfinder typisch, mit einer Gitarre einen amerikanischen Gospel. Mit diesem Gospel auf den Lippen fuhren die Pfadis, nachdem der Bus beladen wurde, auf eine gute Reise. Nun begann eine sechsstündige Busfahrt, bei der manche Kinder und Leiter den schon zuhause angefangenen Vorfreude-Traum fortsetzten. Inzwischen sind die Pfadfinder wie jedes Jahr unverletzt am diesjährigen Zeltplatz in Wiltz (Luxemburg) angekommen. Einziges Hindernis war die Hecke in der Mitte der Straße und der dazu viel zu lange Bus. Nachdem auch die letzen Sachen den langen Weg über den Hügel zum Zeltplatz geschafft hatten und die ersten Kids schon damit begannen die viel zu langen Grashalme platt zu treten, ließen die ersten Zelte und Lagerbauten schon auf ein tolles Erlebnis hoffen. Mit Kennenlernspielen und einer gemütlichen Lagerfeuerrunde stimmten die Wettringer in das neue Lagerthema ein.

Wie das Thema „Das verrückte Tor“ schon andeutet, fanden Kids und Leiter ein großes Tor auf dem Lagerplatz vor. Am nächsten Morgen war dann auch für den Letzten klar, dass sich die Pfadfinder im Lager befinden – pünktlich um halb Neun schallte es quer über den Platz: „MORGENRUNDE“. Mit Nebel und Lichteffekten erstrahlte Pfadfindergründer Baden Powell alias Carolin Winter aus dem Tor und erlebte mit den Pfadis einen Tag „back to the roots“ mit dem Aufbau der Jurte, dem Errichten eines Lagerkreuzes, selbstgebauten Mülleimern und selbstgestalteter Lagerfahne. Das erste Mittagessen des Küchenteams, bestehend aus Gerda Merker, Marion Sanders, André Penz, Rainer Terwort und Einkäufer Benjamin Gust, war wie erwartet unwiderstehlich.
Aufgrund der heftigst strahlenden Sonne brauchten Kids und Leiter erstmal eine Abkühlung und somit begann die spektakuläre Wasserschlacht. Nebenbei wurden die zu viel „angefressene“ Kilos wieder abgearbeitet. Am Nachmittag stand das Chaos-Spiel auf dem Programm, in dem es darum ging in verschiedenen Gruppen möglichst schnell, die auf dem Lagerplatz verteilten Zettel, zu suchen und die darauf zu findenden Begriffe dem zuständigen Leiter zu bringen um somit völlig absurde Aufgaben zu lösen - Wie bekomme ich zum Beispiel einen Leiter dazu, sich von den Kids rasieren zu lassen?
Nach einer kurzen Verschnaufpause begann am Abend die Show „1, 2 oder 3 – im Länderstyle“, in der Moderatorin Sandra Fischer und Showpraktikant André Husken den Kindern lehrreiche Fragen stellten. Bei der anschließenden Lagerfeuerrunde erzählte man sich dann bei entspannter Atmosphäre mit Gitarrenmusik noch die ein oder andere Geschichte.
Frisch ausgeschlafen und erholt von den hochsommerlichen Temperaturen des Vortages starrten alle Kids während der Morgenrunde gespannt auf das Tor.
Schon bald stieg der Nebel wieder in den Himmel und aus dem Tor kam „Mr. Wichtig“ alias André Husken, der die Kinder auf das Businessleben mit allen Schattenseiten vorbereitete. Jetzt hieß es für alle Pfadis sich eine Karriere aufzubauen, um sich somit den zweiten Platz der Mittagsessens-Liste zu erkämpfen – der Erste war natürlich für Mr. Wichtig selbst reserviert. Nebenbei liefen schon alle Vorbereitungen für die große „Mr. Wichtig Abendshow“. Kids konnten entscheiden, welcher Leiter sich zum neuen „Mr. Wichtig“ beweisen konnte. Die unvorstellbarsten Aufgaben mussten dabei erledigen werden. Als Belohnung durften die 3 Gewinner-Leiter sich eine Aufgabe für die Kinder ausdenken (Zelte aufräumen, Müllkette).
Am Donnerstag brachte uns das Tor eine Zigeunerin. Die feurige Chrissy, alias Christina Hartmann, leitete die Morgenrunde ein und somit den Auftakt zur Zwei-Tages-Tour … Verblieben sind nur noch die Küchenchefs, die diese Zeit nutzten, um an dem speziellen Willkommens-Menü für das Widereintreffen aller Gruppen am Freitag basteln.