Sommerlager 2016

Erschienen am 31. August 2016 in Aktuelles

Vanessa

 

Seit knapp zwei Wochen sind wir nun aus dem Sommerlager zurück und hatten genug Zeit um erstmal auszuschlafen und das Erlebte sacken zu lassen. Hier nun unser ausführlicher Bericht:

Am Montag begann das Lager offiziell damit, die Busse zu beladen und uns in der Kirche St. Petronilla den Reisesegen abzuholen. Dann brachen wir auf zur zweistündigen Fahrt nach Ramsloh im Saterland. Dort angekommen wurden zunächst die Zelte aufgestellt, bevor es von der Küche einen Mittagssnack gab. Die Mittagspause wurde dazu genutzt, es sich im Zelt für die kommenden Wochen bequem einzurichten oder den Zeltplatz samt See zu erkunden. Bei den anschließenden Kennenlernspielen konnten gerade die jüngeren Teilnehmer mehr über einander sowie „die Großen“ erfahren. In der Abendshow „Tiere suchen ein Zuhause“ kämpften dann mehrere Teams darum, möglichst viele Plätze auf der Arche Noah zu erspielen.

Das schwarze Brett wird passend zum Lagermotto bemalt  Das Lagerbanner wird bemalt und später von allen Teilnehmern unterschrieben

Der Dienstag stand unter dem Motto „Robinson Crusoe“ und passend dazu richteten die Teilnehmer den Lagerplatz, ihre Insel für die nächste Zeit, mit allem Nötigen ein. So wurden gemeinsam Mülleimer und ein schwarzes Brett gebastelt, ein Lagerbanner bemalt sowie Lagerkreuz und Draußendusche aufgestellt. Nach dem Mittagessen wurden die Pfadfinder dann selbst zu Seefahrern: In einem Stationsspiel erlebten sie Abenteuer auf hoher See und mussten knifflige Aufgaben lösen und auch in der Abendshow ging es um Wissen und Geschick. Der Abend klang wie immer mit einem gemütlichen Lagerfeuer und gemeinsamen Singen aus.

Die Teilnehmer verkleiden sich passend zum Piratenmotto

Nach Italien verschlug es uns am Mittwoch, genauer gesagt nach Sizilien zur Mafia. Am Vormittag konnten sich die Familien gemeinsam vorbereiten und Wappen malen, Schießen üben oder sich verkleiden. Diese Vorbereitung war nötig für das Spiel am Nachmittag, bei dem die beste Familie ermittelt werden sollte. In der Abendshow wurde noch einmal der Mut der Teilnehmer gefordert, als die Frage erklang: „Tut er es oder tut er es nicht?“

Am Donnerstag ging es dann in den Gruppen los zum ersten Abenteuer des Lagers, der Zweitagestour. Trotz des schlechten Wetters machten sich alle gut gelaunt und motiviert auf den Weg in die umliegenden Gemeinden. Dort wurde in Pfarrzentren, Sporthallen und Gemeindehäusern um eine Unterkunft für eine Nacht gebeten. Die verbleibende Zeit konnten die Gruppen dann ganz für sich nutzen: Beim gemeinsamen Kochen, Kartenspielen oder Erkundungstouren im Ort verging die Zeit wie im Flug und am Abend fielen alle müde in ihre Schlafsäcke. Der Rückweg am nächsten Morgen war dann schon anstrengender, da allen die Kilometer des letzten Tages noch in den Beinen steckten. Dennoch wurde von vielen noch ein kleiner Umweg eingelegt, um schwimmen zu gehen oder ein wohlverdientes Eis zu essen. Zurück auf dem Zeltplatz berichteten die Gruppen von ihren spannenden Erlebnissen, bevor der Abend am Lagerfeuer ausklang.

Die jüngsten Pfadfinder, die Füchse, brechen auf zur Zweitagestour

Die Pfadfinderstufe war am Samstag gefordert, denn sie hatte die Chance, einen kompletten Tag lang das Programm vorzubereiten und so bereits für ihre kommende Zeit als Hilfsleiter zu üben. Getreu dem Piratenmotto konnten am Vormittag Hüte und Schwerter gebastelt werden. Am Nachmittag traten verschiedene Teams gegeneinander an, um ihre Piratenfähigkeiten unter Beweis zu stellen. Am Abend wurde es beim Bannerklau dann noch einmal turbulent auf dem Lagerplatz. Bei diesem Geländespiel treten zwei Teams gegeneinander an und versuchen, Banner aus dem gegnerischen Gebiet stehlen, ohne dabei gefangen zu werden. Bei einer so großen Gruppe waren dabei Taktik und gutes Anschleichen besonders wichtig.

Da das Spiel bis mitten in der Nacht ging, waren alle froh am nächsten Morgen ausschlafen zu können. Nachdem die Küche bis zum späten Vormittag ein grandioses Frühstück servierte, konnte jeder den Tag ganz nach Laune frei nutzen. Während manche in den Zelten blieben um noch etwas Schlaf nachzuholen, wurden viele kreativ und bedruckten ihre Shirts oder bastelten Armbänder. Auch die Spielekiste und die Jongliersachen waren an diesem Tag gefragt. Etwas Programm gab es allerdings doch: Am Nachmittag kam ein Pastor aus dem Saterland zu Besuch, um mit uns die Lagermesse zu feiern. Am Abend stand dann die Nachtwanderung auf dem Programm, bei der sich die Gruppen auf ihrem Weg durch den Wald ordentlich gruselten. Ihren Mut feierten die Teilnehmer bei einem leckeren Spiegelei am Lagerfeuer.

Die drei Freundinnen freuen sich über ihre selbst bemalten Shirts

Der Montag stand dann ganz im Zeichen von Spongebob Schwammkopf. Beim Drittes-Meer-Spiel bekam jeder Einwohner aus Bikini Bottom eine Rolle zugeteilt und dementsprechend viel Spielgeld mit auf den Weg. Von diesem konnte man sich später kleine Extras leisten, die das Lagerleben schöner machen. So entwickelten die Spieler mit weniger Geld kreative Ideen, um am Ende doch noch zu den Reichen zu zählen. Am Nachmittag wurde sich dann beim Quallenfischen, auch bekannt als Kartenfangen, ausgetobt. Kreativität und Wissen waren auch bei der Abendshow gefragt. Im Spiel „Nobodys Patrick“ musste nicht nur die richtige Antwort auf eine Frage erraten sondern sich zunächst selbst eine Antwortmöglichkeit ausgedacht werden. So konnte man andere Teilnehmer ordentlich aufs Glatteis führen.

Am Dienstag ging es wieder in die Busse, mit dem eigentlichen Ziel, die Meyerwerft zu besichtigen. Doch spätestens als die niederländische Grenze überquert wurde, ahnten es die Ersten: Es ging nicht zur Werft, sondern in den Freizeitpark Slagharen! Hier konnten sich alle in den Achterbahnen und auf den Spielplätzen nach Herzenslust austoben, bevor es am Abend wieder zurück nach Ramsloh ging. Dort stand ein tolles Grillbuffet bereit, um die Energiereserven wieder aufzufüllen.

Die Pfadfinder genossen ihren Tagesausflug nach Slagharen

Dies war auch nötig, denn am folgenden Mittwoch ging es wieder sportlich zu: Bei der Leiterolympiade traten die Kinder in verschiedenen Disziplinen gegen ihre Leiter an. Da es das Wetter endlich einmal gut mit uns meinte, wurden die meisten Spiele an den Strand verlegt. Am Nachmittag fanden dann die legendären Knochenbrecherspiele statt. Die Meisten nutzten die Zeit jedoch, um ausgiebig im angrenzenden Hollener See zu schwimmen und zu spielen. Am Abend wurde es dann romantisch: Die Lagerhochzeit stand auf dem Programm! Zunächst jedoch mussten sich die Paare zusammen finden, wobei die Leiter als Kuppler aktiv wurden und ihre Gruppenkinder beim Spiel „Herzblatt“ würdig vertraten.

Beim Pinguinrutschen bekamen alle eine verdiente Abkühlung im See

Nun war das Lager bereits fast zuende und es wurde Zeit, mit dem Abbau zu beginnen. So ging es bereits am Donnerstag damit los, alle Lagerbauten sowie einige Zelte abzubauen. Das Übrige folgte am Freitag Vormittag. Während des Abbaus musste aber auch der Bunte Abend vorbereitet werden, bei dem jeder sein Talent zeigen und eine kleine Aufführung darbieten kann. Als der Bunte Abend vorbei war, wurde das vergangene Lager gebührend gefeiert und jeder erinnerte sich noch einmal an seine Highlights der vergangenen Wochen. Alle waren sich einig: Wir sehen uns wieder – spätestens im nächsten Jahr!

Der Lagerplatz ist fertig eingerichtet und bietet Platz für die über hundert Teilnehmer

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