Ferienlager an der Mosel

Erschienen am 10. August 2015 in Aktuelles

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Zwei spannende Wochen liegen nun hinter uns Pfadfindern, gefüllt mit Spannung, Spielen und Sonnenschein. Unter dem Motto „Scout.tv – Zwölf Tage großes Kino“ galt dieses Lager unseren liebsten Filmen und Fernsehsendungen.

 

Doch zunächst zurück zum Anfang: Eines Montags trafen wir uns, um mit zwei Bussen in den Ort Zeltingen-Rachtig an der Mosel zu fahren. Dort angekommen wurde, nachdem die Zelte endlich standen und die Luftmatratzen aufgepustet waren, die tolle Aussicht über das Moseltal bewundert. Auch Kennenlernspiele durften nicht fehlen, denn bei über 100 Teilnehmern vergisst auch der erfahrenste Lagerteilnehmer mal einen Namen. Der Abend klang wie jeden Tag mit einem gemütlichen Lagerfeuer und gemeinsamem Singen aus.

Der zweite Tag galt immer noch dem Aufbau, schließlich sollten es alle in den kommenden Tagen so wohnlich wie möglich auf dem Platz haben. Passend zum Schlumpf-Motto dieses Tages wurde ein blaues Brett geschlumpft, die großen Jurten aufgeschlumpft und sogar eine Solardusche und ein Pool wurden zusammengeschlumpft. Am Nachmittag wurde beim Kartenfangen das schnellste Schlumpfteam ermittelt, bei der anschließenden Abendshow ging es dann auch um Geschicklichkeit und Wissen.

 

Mittwoch wurde während er großen Superheldenakademie für die Rettung der Welt vor bösen Superschurken geübt. So trainierten alle ihre Superkräfte, bastelten Kostüme und studierten Schlachtrufe ein. Diese Fähigkeiten waren später beim Chaosspiel hilfreich.

Am Donnerstag ging es auch schon auf zum ersten Highlight des Lagers: der Zweitagestour. In ihren Gruppen aufgeteilt verließen die Pfadfinder den Zeltplatz, um sich nach einer Wanderung in einen nahe gelegenen Ort eine Unterkunft zu suchen. In diesem Jahr hatten alle Gruppen Glück und freuten sich über große und schöne Schlafmöglichkeiten. Dort hatten sie die Chance, gemeinsam zu kochen und Spiele zu spielen. Am folgenden Tag ging es dann wieder zurück zum Zeltplatz. Manche Gruppen entschieden sich auch dazu, ihre Füße zu schonen und einen Teil der Strecke mit dem Boot zurückzulegen.

 

Der Samstag wurde von der Pfadistufe gestaltet und stand ganz im Zeichen von Harry Potter und Hogwarts. Vormittags galt es, in verschiedenen Spielen die Horkruxe zu finden und so Hogwarts zu retten. Am Nachmittag stand das große Quidditchturnier auf dem Programm, bei dem es spannende Duelle und viel Action für alle Beteiligten gab. Am Abend kämpften dann verschiedene Zauberschulen beim trimagischen Turnier um den Sieg. Anschließend wurde es dann gruselig: In kleinen Gruppen machten sich die Lagerteilnehmer auf zur Nachtwanderung, wo auch manch älteren Pfadfindern noch das Herz in die Hose rutschte. Als Belohnung gab es für alle mutigen Teilnehmer anschließend Spiegeleier frisch vom Lagerfeuer.

Nach solch einer ereignisreichen ersten Woche hatten alle am Sonntag ein wenig Entspannung verdient. So konnten die Teilnehmer ausschlafen und ein Pflichtprogramm gab es nicht. Stattdessen war Zeit zum Basteln, Karten spielen oder einfach nur um das Sommerwetter zu genießen.

 

Die zweite Woche begann mit dem großen Lagerschützenfest. Nachdem die Offiziersposten versteigert waren und der Zeltplatz mit bunten Rosen dekoriert wurde, konnten die Polonaise und das Schießen um die Königswürde beginnen. Bei den Jungen konnte Simon Dirkes seinen Titel verteidigen und ernannte Emma Lehmkuhl zu seiner Königin. Bei den Mädchen schoss Malou Kreyelkamp den Vogel ab und wählte Florian Strotmeier als ihren König. Am Abend mussten die Schützenpaare dann noch einmal beweisen, wie gut sie sich kennen. Bei der Abendshow „Meine Schützenbraut kann“ mussten die Schützen darauf tippen, wie gut ihre Bräute im Kopfrechnen oder Nägel einschlagen sein würden.

Königin der Mädchen Malou Kreyelkamp mit ihrem König Florian Strotmeier König der Jungen Simon Dirks mit seiner Königin Emma Lehmkuhl

Am folgenden Tag ging es auf Entdeckungstour nach Trier. Dort wurde zunächst in einer Stadtrallye der Ort erkundet, bevor die Teilnehmer sich noch einmal auf eigene Faust alles anschauen konnten. Natürlich ließ es sich auch niemand nehmen, ganz Trier an den im Lager gelernten Liedern und Gesängen teilzuhaben. Der spannende Tag endete mit einem leckeren Grillbuffet. An dieser Stelle ein großes Lob an das Küchenteam!

 

Auch am Mittwoch wurde es noch einmal sportlich. Am Vormittag wurde in der Lagerolympiade das sportlichste Team ermittelt, bevor sich am Nachmittag alle nach Herzenslust bei Flunkyball und Wikingerschach austoben konnten. Auch während der Abendshow „Das Sportstudio“ mussten die Teilnehmer noch einmal Kraft und Geschick beweisen, ob nun beim Weitrutschen auf der Wasserrutsche oder beim Parkourlauf samt Bierbank.

Der vorletzte Tag galt dann schon wieder dem Abbau. Da das Wetter bis zur Abfahrt warm und trocken bleiben sollte, wurden bereits am Donnerstag alle Zelten und Lagerbauten abgebaut. Zudem stand das Lagergericht an, bei dem die Fehltaten der vergangenen Wochen mit Durchkitzeln oder Spüldienst bestraft wurden. Am Abend wurde es bei der Verleihung der Goldenen Lagerkamera noch einmal glamourös. Neben der Verleihung von Preisen wie dem Pechvogel des Lagers hatten alle Pfadfinder die Chance, ihr Gesangs- und Schauspieltalent und ihr akrobatisches Geschick den Lagerteilnehmern vorzuführen. Anschließend wurde ausgiebig das vergangene Lager gefeiert, bevor alle ihr Nachtlager unterm Sternenhimmel aufschlugen.

 

Als es am nächsten Morgen nach Hause ging, waren sich alle einig: Das Lager war ein toller Erfolg!

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